Unser Besuch auf der International Coffee Exhibition in Riad: Jemenitischen Kaffee neu entdecken
Einleitung
Vom 10. bis 14. Dezember 2024 wurde Riad zum Treffpunkt für Kaffeeliebhaber: Auf der International Coffee and Chocolate Exhibition kamen Expert:innen, Röster, Farmer und Enthusiasten aus aller Welt zusammen.
Als jemand, der eine große Leidenschaft für jemenitischen Kaffee hat, war ich gespannt darauf, die neuesten Trends zu entdecken, wichtige Lieferanten kennenzulernen und einige der besten verfügbaren Bohnen zu verkosten.
Diese Messe war weit mehr als nur eine Fachausstellung – sie war eine Feier der Kaffeekultur, der Innovation und der Begegnung.
Erster Eindruck
Als ich die Ausstellungshalle betrat, wurde ich sofort vom reichhaltigen, betörenden Duft frisch gebrühten Kaffees empfangen. Der gesamte Raum vibrierte vor Energie – Baristas, die ihre Fähigkeiten präsentierten, Aussteller, die mit Leidenschaft ihre Produkte erklärten, und Besucher, die von Stand zu Stand gingen, um verschiedene Kaffeesorten zu probieren.
Die Vielfalt der Präsentationen – von traditionellen Brühstationen bis hin zu hochmodernen Espressomaschinen – machte sofort deutlich, dass hier Kaffeekunst auf höchstem Niveau gefeiert wurde.
Erkundung des Kaffeesektors
Eines meiner Hauptziele war es, an verschiedenen Coffee-Cupping-Sessions (Kaffeeverkostungen) teilzunehmen. Spezialitätenkaffee-Produzenten aus aller Welt boten Proben an – jede mit einem eigenen, einzigartigen Geschmacksprofil. Doch selbstverständlich galt mein Hauptaugenmerk dem jemenitischen Kaffee, einem echten Schatz in der Welt des Specialty Coffees.
Ich hatte die Gelegenheit, Bohnen aus unterschiedlichen jemenitischen Regionen zu probieren, jede mit ihren ganz eigenen Eigenschaften. Einige waren hell und zitrusbetont, andere hatten tiefe schokoladige oder florale Nuancen. Es war faszinierend zu sehen, wie Faktoren wie Höhenlage, Aufbereitungsmethode und Bodenbeschaffenheit den Geschmack beeinflussen.
Al-Ezzi Industries Co. Ltd.: Ein bedeutender Partner für jemenitischen Kaffee
Einer der Höhepunkte meines Besuchs war der Stand von Al-Ezzi Industries Co. Ltd., einem der größten und angesehensten Kaffeeexporteure Jemens. Aufgrund meiner persönlichen Verbindung zu jemenitischem Kaffee war dieser Besuch besonders spannend. Ich hatte die Gelegenheit, mich mit ihrem Sales Manager, Herrn Husain Nuradin, auszutauschen.
Die Arbeitsweise von Al-Ezzi — geprägt von Direkthandel und nachhaltiger Landwirtschaft — hat mich beeindruckt. Das Unternehmen arbeitet eng mit jemenitischen Bauern zusammen, sorgt für faire Bezahlung und setzt hohe Qualitätsstandards durch.
Wir sprachen über die Herausforderungen der jemenitischen Kaffeeindustrie – von logistischen Problemen bis hin zur weltweiten Wahrnehmung jemenitischen Kaffees – und entwickelten Ideen, wie man mehr Aufmerksamkeit für dieses außergewöhnliche Ursprungsland schaffen kann.
Es war inspirierend zu sehen, wie stark sich Al-Ezzi dafür einsetzt, das reiche Kaffeeerbe Jemens zu bewahren und gleichzeitig Innovationen voranzutreiben.
Networking & Geschäftliche Gespräche
Abseits des Kaffees selbst gehörte das Networking zu den wertvollsten Aspekten der Ausstellung. Ich hatte die Gelegenheit, mich mit Röstern, Importeuren und Cafébesitzern auszutauschen – über aktuelle Entwicklungen im Spezialitätenkaffee und über mögliche zukünftige Kooperationen.
Ein immer wiederkehrendes Thema in unseren Gesprächen war die Bedeutung von Direkthandel und Transparenz. Konsument:innen legen heute großen Wert darauf, wo ihr Kaffee herkommt, und der direkte Kontakt zu den Bauern stellt nicht nur bessere Qualität sicher, sondern unterstützt auch nachhaltige Arbeitsweisen.
Ich verließ die Messe mit noch größerer Motivation, mich weiterhin für hochwertig produzierten und ethisch gewonnenen jemenitischen Kaffee einzusetzen.
Brancheneinblicke: Kaffeefermentation & Geschmacksentwicklung
Ein besonders spannender Trend, auf den ich gestoßen bin, war die Fermentation von Kaffeebohnen mit verschiedenen Früchten, etwa Mango, um das Geschmacksprofil zu verfeinern. Bei diesem Prozess werden die Bohnen kontrolliert fermentiert und nehmen dabei natürliche Fruchtenzyme auf – das Ergebnis ist eine komplexere, fruchtbetonte Tasse Kaffee.
Das Probieren dieser experimentellen Kaffees war ein echtes Erlebnis: Einige hatten unerwartete, aber äußerst angenehme tropische Noten. Es war eine Erinnerung daran, dass sich die Kaffeewelt ständig weiterentwickelt – und Produzenten immer neue Wege finden, um den Geschmack auf ein neues Niveau zu heben.
Abschließende Gedanken & Erkenntnisse
Wenn ich auf meine Zeit auf der International Coffee and Chocolate Exhibition zurückblicke, kann ich mit Sicherheit sagen, dass es eine äußerst bereichernde Erfahrung war. Die Veranstaltung hat nicht nur meine Wertschätzung für Spezialitätenkaffee vertieft, sondern auch meinen Glauben an die vielversprechende Zukunft des jemenitischen Kaffees gestärkt.
Zu meinen wichtigsten Erkenntnissen gehören:
Jemenitischer Kaffee gewinnt weiterhin an Anerkennung – dank seiner einzigartigen Aromen und außergewöhnlichen Qualität.
Neue Verarbeitungsmethoden, wie die Fermentation mit Früchten, treiben die Innovation in der Kaffeewelt voran.
Direkthandel und die Unterstützung der Bauern vor Ort sind entscheidend für eine nachhaltige Kaffeeindustrie.
Würde ich wieder teilnehmen? Ohne Zweifel!
Diese Messe ist ein absolutes Muss für alle, die Kaffee lieben – egal, ob man Gelegenheitsgenießer ist oder tief in der Branche steckt.
Wenn du schon einmal an einer Kaffeeausstellung teilgenommen hast, würde ich gern von deinen Erfahrungen hören! Hinterlasse einen Kommentar – lass uns über Kaffee sprechen!

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